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Klassische Musik und Oper von Classissima

Franz Schubert

Sonntag 28. August 2016


nmz - KIZ-Nachrichten

25. August

6. Festspielfrühling Rügen 2017 mit 23 Veranstaltungen

nmz - KIZ-Nachrichten Rostock - Der 6. Festspielfrühling Rügen 2017 vom 17. bis zum 26. März wartet mit 23 Veranstaltungen auf. Unter der künstlerischen Leitung von Nils Mönkemeyer werde ein Bogen von Kammermusik- und Orchesterwerken von Johann Sebastian Bach über große Kammermusik unter anderem von Beethoven, Mozart, Schubert und Mendelssohn bis hin zu Tangos, Chansons und Neuer Musik gespannt, sagte Intendant Markus Fein in Rostock. Neben den Konzerten runden Künstlergespräche, ein musikalischer Ausflug zu den Kreidefelsen und eine offene Meisterklasse das Festivalprogramm ab. Weiterlesen

nmz - neue musikzeitung

25. August

6. Festspielfrühling Rügen 2017 mit 23 Veranstaltungen

Rostock - Der 6. Festspielfrühling Rügen 2017 vom 17. bis zum 26. März wartet mit 23 Veranstaltungen auf. Unter der künstlerischen Leitung von Nils Mönkemeyer werde ein Bogen von Kammermusik- und Orchesterwerken von Johann Sebastian Bach über große Kammermusik unter anderem von Beethoven, Mozart, Schubert und Mendelssohn bis hin zu Tangos, Chansons und Neuer Musik gespannt, sagte Intendant Markus Fein in Rostock. Neben den Konzerten runden Künstlergespräche, ein musikalischer Ausflug zu den Kreidefelsen und eine offene Meisterklasse das Festivalprogramm ab. Weiterlesen




ouverture

11. August

Meinem Kinde (Gramola)

Lieder für Kinder und Lieder über Kinder erklingen auf dieser CD. Sopranistin Ute Ziemer und ihr Klavierbegleiter Julian Riem haben ein Programm zusammengestellt, dass neben Bekannten auch etliche Überraschungen bietet. So hat der 26jährige Richard Wagner (1813 bis 1883) mit Dors, mon enfant in seinen Trois mélodies ein berühren- des Wiegenlied geschaffen.  Auch Komponisten wie Alexander Zemlinsky (1871 bis 1942, Hermann Zilcher (1881 bis 1948), Hugo Wolf (1860 bis 1903) und Max Reger (1873 bis 1916) hätte man in dieser Reihe nicht unbedingt vermutet. Auch Franz Schubert (1797 bis1828), Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847) und der finnische Liedkomponist Yrjö Kilpinnen (1892 bis 1959), der in Berlin und Wien studiert hat, sind mit Werken vertreten. Die Kanzonette La Ninna nanna von Gaetano Donizetti (1797 bis 1848) fällt ein wenig aus dem Rahmen; sie gibt zwar vor, ein Wiegenlied zu sein, doch sie ähnelt eher einer Opernarie mit vorangestelltem Rezitativ.  Nicht fehlen dürfen in einem solchen Programm Lieder von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791), Robert Schumann (1810 bis 1856) und Richard Strauss (1864 bis 1949). Sie hatten alle selbst Kinder; doch mit die schönsten und bekanntesten Melodien, die man dem Nachwuchs noch heute gern singt, schuf Johannes Brahms (1833 bis 1897), der zwar mit- unter heftig verliebt war, aber dennoch bis an sein Lebensende Junggeselle blieb.  Ute Ziemer, die diese CD ihrer 2013 geborenen Tochter gewidmet hat, gestaltet die Lieder klug und abwechslungsreich. Begleitet wird sie erneut von Julian Riem, der für diese Aufnahme einen Flügel von Èrard gespielt hat. Damit ermöglicht er es den Hörern, den Klavierklang des 19. Jahr- hunderts zu erleben – was zu diesen Werken ausgezeichnet passt. Sehr gelungen! 



ouverture

2. August

Romantic Cello (Es-Dur)

Zum 70. Geburtstag gratuliert mit dieser CD dem Cellisten David Geringas das Label Es-Dur. Was könnte zu einem solchen Anlass besser passen als ein Programm mit Werken der Romantiker? Und so sind hier die Sonate in a-Moll D. 821 Arpeggione von Franz Schubert zu hören, die Fantasiestücke op. 73 und die Fünf Stücke im Volkston op. 102 von Robert Schumann, sechs Lieder von Johannes Brahms – die Transkriptionen sind noch zu Leb- zeiten des Komponisten bei seinem Verleger Simrock erschienen – und die Romanze in F-Dur von Richard Strauss.  Die Aufnahmen, aus dem Jahre 1993, hat David Geringas gemeinsam mit seiner Frau Tatjana eingespielt. Sie musizierte mit ihm zusammen bereits während des Studiums am Moskauer Konservatorium, und war ihm mehr als 40 Jahre lang eine perfekte Duopartnerin.  David Geringas, ein Schüler von Mstislaw Rostropowitsch, hat nicht nur Konzerte mit einer Vielzahl von Orchestern und Dirigenten gegeben und knapp hundert CD eingespielt. Er hat selbst auch sehr erfolgreich junge Cellisten ausgebildet. Geringas lehrte als Professor in Hamburg, Lübeck und Berlin; in seiner Celloklasse haben unter anderem Jens Peter Maintz, Tatjana Vassilieva, Johannes Moser, Sol Gabetta und Gustav Rivinius studiert. Der Musiker wurde mit einer Vielzahl von Preisen und Auszeich- nungen geehrt. Und er musiziert immer noch, mit Leidenschaft und Präzision; seinen Ehrentag feierte der Jubilar beim Siena Festival, und auch im August wird er mehrere Konzerte spielen. Wir wünschen dem Musiker weiterhin Gesundheit, Kraft und Kreativität – herzlichen Glückwunsch! 

ouverture

26. Juli

Strauss: Ein Leben in Liedern (Tyxart)

Musikalische Nachlese zum Strauss-Jahr 2014: „Eigentlich sind mir die Lieder das Liebste von allem, was ich geschrieben habe“, so sprach Richard Strauss (1864 bis 1949) einst zu Hans Hotter. Der große Sänger war 1944 zu dem Komponisten gereist, um gemeinsam mit ihm das Programm für einen Festliederabend zu Strauss' 80. Geburtstag im Wiener Musik- verein vorzubereiten.  Lieder hat Strauss immer geschrieben – angefangen vom Weihnachtslied des Sechsjährigen, unter das seine Mutter den Text schreiben musste, weil das Kind es noch nicht konnte, bis hin zu den Vier letzten Liedern aus dem Sterbejahr 1949.  Timothy Sharp, begeisterter Teilnehmer an etlichen Meisterkursen von Hans Hotter, hat eine ganz besondere Beziehung zu Strauss' Liedwerk. Der Bariton hat gemeinsam mit seinem Klavierbegleiter Jan Roelof Wolthuis ein Programm daraus zusammengestellt, das die verschiedenen Stationen im Leben eines Mannes nachvollzieht – er verliebt sich, wirbt und wird erhört; er heiratet, wird Vater, dann Witwer, und denkt schließlich an den Tod.  Die Liedfolge ist, ebenso wie der detailreich ausgearbeitete Text im Beiheft, klug erdacht – allerdings gefällt mir die Umsetzung durch den Sänger nicht. Sharp zitiert Hotter, der wiederum berichtet, Strauss habe gesagt, „man müsse seine Mittel wohl dosieren, da seine Lieder sonst leicht Gefahr laufen, kitschig zu werden.“ Man möge also Sensibilität walten lassen und „seine Lieder wie Schubert-Lieder singen“.  Davon ist hier leider wenig zu spüren: Sharp verwechselt Lautstärke mit Intensität; es mangelt an gestalterischer Delikatesse, und wenn der Text nicht zu verstehen ist, dann ist Liedgesang ohnehin wie der Versuch, ein Haus zu bauen ohne Fundament. Schade drum. 

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