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Klassische Musik und Oper von Classissima

Franz Schubert

Mittwoch 7. Dezember 2016


ouverture

3. Dezember

Gloria - Festive Music for Trumpet and Organ (Tyxart)

ouvertureTrompeter Hans Jürgen Huber musiziert gemeinsam mit dem Organisten Norbert Düchtel. Dabei präsentieren die beiden Solisten nicht nur Altbekanntes, wie das Air von Johann Sebastian Bach, das Ave Maria in den populären Versionen von Franz Schubert und von Charles Gounod, oder das Concerto C-Dur von Valentin Rathgeber. Ihre Musikauswahl, die vom Barock bis in die Gegenwart reicht, enthält auch eine echte Entdeckung – die Kleine Partita für Trompete und Orgel Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren von Lothar Graap (*1933). Dieses Werk passt mit seiner moderat-modernen Klangsprache perfekt an den Schluss dieser CD, die zwar festliche Glanzlichter setzt, aber nicht explizit auf das Weihnachtsfest abzielt.  Norbert Düchtel gelingt, quasi nebenher, einmal mehr das Kunststück, mit einigen wenigen Orgel-Solowerken das Instrument in seinen Klangmög- lichkeiten vorzustellen. In diesem Falle handelt es sich um die 2005 durch die Schweizer Orgelbaufirma Mathis aus Näfels erbaute Orgel der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zu Rieden in der Oberpfalz. Sie ist mit insgesamt 18 Registern auf zwei Manualen und Pedal relativ klein, aber überzeugt durch ihre stimmige Disposition und ihren harmonischen Klang. Sehr hörenswert. 

nmz - KIZ-Nachrichten

24. November

Jahrespreise der Deutschen Schallplattenkritik 2016 vergeben

Einmal jährlich verleiht der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ bis zu 14 Jahrespreise aus verschiedenen Musikrichtungen für die besten Produktionen des zurückliegenden Jahres, die von einem juryübergreifenden Gremium ausgewählt werden. Die elf Jahrespreise 2016 werden im Rahmen öffentlicher Konzertauftritte oder Literaturlesungen (im Bereich Hörbuch) in Deutschland, Österreich und der Schweiz an die Preisträger verliehen. Jahrgang 2016 Grigory Sokolov - Schubert / Beethoven/ Brahms sokolov-schubert-beethoven Franz Schubert: Impromptus D 899, Drei Klavierstücke D 946; Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr.29 B-Dur op. 106; Johannes Brahms: Intermezzo b-moll op.117 Nr.2; Jean-Philippe Rameau: Les Tendres Plaintes, Les Tourbillions, Les Cyclopes, La Follette, Les Sauvages. Grigory Sokolov. 2 CDs Deutsche Grammophon 479 5426 (Universal)   Robert Schumann: Sämtliche Konzerte & Klaviertrios Vol.1-3 Weiterlesen






Crescendo

12. Oktober

Eine Ära? Dass ich nicht lache!

Der große Pianist Alfred Brendel ist dieses Jahr 85 Jahre alt geworden. Nun wird er mit dem ECHO KLASSIK für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Darüber, dass mit seinem Abschied vom Konzertpodium eine Ära zu Ende gehen würde, konnte Alfred Brendel nur schmunzeln. Solche pathetischen Überhöhungen sorgen bei ihm höchstens für Satire, Hohn und Spott. Kein Wunder also, dass er das Szenario seines eigenen Rückzugs einst in einem seiner vielen Gedichte präzise und absurd ausmalte. Das Poem handelt von einem „119-jährigen Großverweser sämtlicher Sonaten, Balladen und Bagatellen“, der nach der zwölften Zugabe endgültig vom Podium abtritt. Just in diesem Moment kracht die goldene Bruckner-Orgel im Wiener Konzertverein zusammen und begräbt den Konzertflügel – die Statuen der „27 allergrößten Komponisten“ stürzen vom Sockel und „das linke Bein Schuberts“ fällt in den Schoß der Garderobiere vom Sacher. Mit anderen Worten: Der Abtritt eines Pianisten, auch eines Alfred Brendel, ist kein Beinbruch. Es wird auch weiterhin großartige Pianisten geben, die großartige Werke interpretieren. Und dennoch, ganz falsch ist der Satz vom Ende einer Ära dann auch wieder nicht. Alfred Brendel hat Musikgeschichte geschrieben, und zwar auf ganz unterschiedlichen Feldern: als Beethoveninterpret, natürlich, als jemand, der das Extrovertierte des Komponisten in so etwas wie Perfektion (dieses Wort würde er selbst wohl nie benutzen) verwandelt hat. „Equilibrium“ ist eines jener Worte, die Brendel gern benutzt: das Herstellen eines inneren Gleichgewichts. Und darin war er ein Meister. Er suchte nicht, wie viele andere Pianisten heute, das Unbalancierte, das Raue, das Gebrochene. Stattdessen ging es ihm stets um die Form. Brendel glaubt daran, dass Musik auch darin ihren Sinn haben könnte, das Archaische, das Natürliche, das Ungestüme und das Unausdrückbare in eine Form zu bringen und zu ordnen. Musik als Zähmung der eigenen Widerspenstigkeit vielleicht. So hat er es bei Beethoven gehalten, bei Schubert, bei Mozart und Liszt. Seine Interpretationen sind virtuos geordnete Extreme. Alfred Brendels Karriere ist eine Karriere jener Ära, als sich der Interpret noch als wahrhaftiger Hüter des Werkes und seiner Schöpfer verstand und sich gern selbst zurücknahm. Eine Ära, in der nicht mit der eigenen Biografie, mit Homestorys oder Klischees für die Musik geworben wurde, sondern als die Musik noch die einzige Werbung für die Musik war – das reine Spiel. Und vielleicht ist es das, was Brendels Interpretationen bis heute spannend macht: sein Verständnis von Musik als Spiel, als ernsthaftes, durchaus aber auch luzides Experiment, als Ort, an dem Ironie und Subversion ausprobiert werden können, aber stets unter dem Schutz des Großen und Ganzen, des Heiligen – des Klassischen. Alfred Brendel ist ein Kosmopolit. Er wurde 1931 in Wiesenberg in der Tschechoslowakei geboren, zog mit drei Jahren gemeinsam mit seinen Eltern nach Jugoslawien, wo die Familie eine Pension unterhielt, und studierte später in Graz – unter anderem bei Paul Baumgartner und Edwin Fischer. Neben seinen zahlreichen legendären Einspielungen, die zu seinem 85. Geburtstag im Januar in einer 114-CD-Box bei DECCA herausgekommen sind, war er einer der gefragtesten Liedbegleiter, unter anderem von Dietrich Fischer-Dieskau. Nach seinem Hörsturz im Jahre 2012 wurde es Brendel unmöglich, selbst zu musizieren, die Wahrnehmung der einzelnen Noten hat gelitten, und Mittelmaß wollte er, der Perfektionist, nicht abliefern. Dennoch war die Krankheit kein Grund für ihn aufzuhören. Seither erhebt er im Londoner Stadtteil Hampstead das Wort: als Schriftsteller von bissigen Gedichten, als Vermittler von Musik, als Lehrer – er gibt Vorträge, bekrittelt den modernen Musikmarkt, wehrt sich gegen die Schnelllebigkeit und die Schlampigkeiten von Schallplattenfirmen, Künstlern und besonders von Kritikern. Alfred Brendel gefällt sich in der Rolle des Kommentators, des moralisch Wahrhaftigen, des Beobachters, des Grandseigneurs. Und manchmal tut es ein bisschen weh, wenn er mit seinen Kommentaren dann eben doch Position für fragwürdige Dinge ergreift. Etwa, wenn er (mit vollem Recht!) das musikalische Bildungssystem in Europa angreift, um ausgerechnet das venezolanische „El Sistema“, das offensichtlich Teil einer politischen Diktatur ist, zum Vorbild zu erheben. Positionierungen, die ein wenig am Lack des ansonsten so humanistisch denkenden Pianisten kratzen. Natürlich unterrichtet Alfred Brendel noch immer. Denn in Wahrheit ist ihm durchaus klar, dass er vielleicht doch der letzte Vertreter einer großen Ära sein könnte. Und der selbst ernannte „Großverweser der allergrößten Kom­ponisten“ findet – zu Recht –, dass es ihm durchaus zustehe, sein Wissen an die Protagonisten der neuen Ära weiterzugeben. Mit dem Abtreten vom Konzertpodium ist er genau so sachlich umgegangen wie mit dem Wissen, dass auch seine Zeit nicht ewig ist: „Ich bin da immer Realist gewesen“, sagte er erst kürzlich dem Spiegel. „Ich mache mir nicht viel vor. Ich habe auch gar nichts gegen den Tod, wenn er rechtzeitig kommt.“ Aber der lässt sich hoffentlich Zeit. Und so greift Brendel weiterhin in die Gegenwart ein. Einer seiner erfolgreichsten Schüler ist Kit Armstrong – und an dessen Spiel zeigt sich vielleicht am besten, dass das Ende einer Ära immer auch der Anfang einer neuen ist: Armstrong hat die Klugheit Brendels, ist ebenso philosophisch, ein genialer Komponist – und als Pianist mit gleicher (ja, wir nennen es noch einmal so!) Perfektion ausgestattet. Aber Armstrong ist vielleicht noch transzendenter, ungreifbarer als sein Lehrer. Während Brendel bis heute noch mit einem Bein im Leben steht, ist Armstrong bereits einen Schritt weitergegangen – und steht nur noch im Kosmos der Musik. Seinen tatsächlichen Abschied vom Klavierspiel hat Brendel übrigens im Stillen zelebriert, in seiner Wohnung in London, an seinem eigenen Flügel – damals spielte er ganz für sich allein den langsamen Satz aus Beethovens „großer“ Sonate für Hammerklavier op. 106. Verstummt ist der Großmeister seither zum Glück nicht – er spielt nur keine Musik mehr.

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